Oberi – S’Zwei
Die Hitzeschlacht von Oberi zu Hegmatten wird uns hoffentlich noch lange in Erinnerung bleiben als eines der Schlüsselspiele dieser Saison (falls sie vom Erfolg gekrönt wird). Denn als Spieler wie als Zuschauer war es für uns Zweier ein hartes Stück Brot. Das Zwei konnte zwar auf das ganze Kader zurück greifen, denn mittlerweile war nun auch Raffel von seiner Rotsperre zurück und konnte wieder mittun, aber Oberi bewies an diesem Tag einmal mehr warum sie eines der besten Rückrundenteams sind. Der Start vom Zwei war famos, es waren noch keine 5 Minuten gespielt als Anti nach schöner Vorarbeit von Sam & Dave (nicht zu verwechseln mit dem amerikanischen Soulduo aus den 60ern) mit einem Sonntagsschuss bereits das 0-1 markierte. Anti hat übrigens gegen über den Medien geäussert er würde einen lebenslangen Vertrag beim Zwei unterschreiben und damit auch sein Nickname zu „Lebensversicherung vom Zwei“ umändern.
Aber dieser schöne Auftakt war auch schon das ganze Concerto was uns das Starorchester des Zwei bot. Danach flachte das Spiel ab und Oberi übernahm immer mehr das Spieldiktat. Die Temperatur auf Fusshöhe (wir spielten auf einem Spielzeugplastik-Rasen) war mittlerweile schon auf ca 42°C angestiegen. Bei den Spielern die billige Schuhe trugen, begannen die Stollen weg zu schmelzen und sich mit dem Granulat zu vermehren um noch mehr Hitze zu erzeugen. Anscheinend waren die Schuhe von Oberi wesentlich besser isoliert und so konnten sie das Zwei immer wie mehr unter Druck setzten. Müller (der Leider mit seinem Heimatland Swaziland, knapp die WM Teilnahme verpasst hat) hielt alles was zu halten aber gegen das 1-1 war auch er machtlos.
Das Zwei musste sich dem Druck von Oberi kurz vor der Pause geschlagen geben, dazu sei aber erwähnt, dass dieses Tor absolut verdient war. Mit diesem Dämpfer mussten wir in die Pause, wobei für viele die Pause auch eine Erlösung war (vor allem für die Füsse).
Das Niveau (vom Zwei) steigerte sich aber nicht merklich nach der Pause, obschon Oberi nicht mehr so dominant war. Die Angriffe waren zu Beginn der 2. HZ auf beiden Seiten eher nach dem Zufallsprinzip entstanden. Danach gab es aber wieder eine Phase in der Oberi mehr und mehr am Drücker war, abermals war es aber Müller der mit seinen Paraden das Zwei am Leben hielt. Das Zwei war praktisch nur noch durch Standards gefährlich. Und genau durch einen solchen Standard konnten wir auch das so wichtige 1-2 erzielen. Der Chip verlängerte per Kopf einen langen Eckball in den 5 Meterraum, wo Stögge einmal mehr seine Joker- und Kopfballqualitäten unter Beweiss stellte. Damit hat Stögge auch den Beweiss geliefert, dass er immer brand gefährlich ist wenn er mal nicht im Abseits steht.
Nun galt es diesen wackeligen 1-2 Vorsprung über die Zeit zu bringen, denn obwohl sich nun vermehrt Lücken auf taten, da Oberi wieder den Anschluss schaffen wollte, konnten wir diese nicht ausnützen. Bis zum Abpfiff war vor allem defensiv Arbeit gefragt und Müller konnte einmal mehr beweisen warum wir ihm diese 3 Punkte verdanken.
Oberi kam in gefährlicher Position zu einem Freistoss. Der Schuss war satt und gut platziert und Müller war schon unterwegs in die richtige Ecke als der Schuss noch unerwartet in die andere Richtung abgelenkt wurde. Mit den Reflexen einer Katze und den Kräften eines Samurai antizipierte Müller auch diesen Ball (an diesem Tag schien er die Naturgesetzte zu beherrschen).
Dies war das letzte grosse Highlight vor dem erlösenden Schlusspfiff. An dieser Stelle sei auch den zahlreichen Fans bzw. Zwei-Sympathisanten gedankt die an diesem traumhaften Sonntag unser Spiel einer anderen Aktivität vorzogen.
Und nun, nach dem Turbenthal am letzten Donnerstag Rafzerfeld leider keine Punkte abluchsen konnte (womöglich haben wir ihnen zuwenig Bier geboten), wird es am kommenden Sonntag zum absoluten Saisonhighlight kommen. Mit 1nem Punkt Vorsprung gegenüber Rafzerfeld haben wir sicher die angenehmere Ausgangslage, wobei man auch nie die Rolle des Favoriten unterschätzen darf.
Mit einer beinahe brillianten Rückrunde (ausser dem Diessenhofen – Spiel. Hoffen wir mal nicht, dass diese 3 Punkte unser Waterloo werden) haben wir uns selber in diese ausgezeichnete Ausgangslage gebracht.
Wir hoffen, dass uns auch bei diesem Spiel möglichst viele Leute unterstützen werden, denn nach einem erfolgreichen Spiel werden wir natürlich ordentlich feiern (Poseidon ist auch eingeladen)!
Also bis am Sonntag.
Aktualisiert (Montag, den 14. Juni 2010 um 07:22 Uhr)